00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ausversehen Autoren.
00:00:05: Schön, dass ihr wieder da seid!
00:00:07: Heute möchte ich über Generationen sprechen – genauer gesagt über Millennials und Generation X. Und über die Frage warum meine Generation offenbar beschlossen hat einfach nicht richtig zu altern.
00:00:20: Zumindest nicht so wie erwachsene Frühjahrgealters sind... Ich bin jetzt thirty-fünf Jahre alt.
00:00:27: Das ist ein Alter, in dem ich als Kind dachte man wäre ein vollständig ausgebildeter Erwachsener.
00:00:33: Mit einem aufgeräumten Haus, einem festen Tagesplan für mühnünftigen Schuhen und einer Schublade, in der ausschließlich wichtige Dokumente liegen.
00:00:43: Heute bin ich selbst thirty-fünf und kann euch sagen diese Schublade existiert nicht!
00:00:48: Also eine Schublade gibt es schon.
00:00:50: Aber da liegen Ladekabel, Kugelschreiber alte Briefe und eine Bedienungseinleitung von einem Gerät das wir vermutlich gar nicht mehr besitzen Und irgendwelche Schlüssel von dem niemand weiß wozu er eigentlich gehört.
00:01:03: Ich glaube dass fast das Erwachsen sein meiner Generation ziemlich gut zusammen.
00:01:08: Wir sind erwachsen aber irgendwie auch nicht so wie wir uns das mal vorgestellt hatten.
00:01:14: Wir haben Kinder, sind verheiratet.
00:01:16: Wir zahlen unsere Rechnungen wie vereinbaren Arzttermine und wir regen uns über die Strompreise auf.
00:01:22: Und gleichzeitig freuen wir uns über neue Bettwäsche, schauen Serien von früher und verschicken uns Videos in denen jemand über das Aufstehen mit Rückenschmerzen spricht!
00:01:32: Wir können morgens einen offiziellen Brief an eine Behörde schreiben und abends drei Stunden darüber diskutieren welches Hogwarts-Haus am besten zu uns passt.
00:01:41: Das ist kein Widerspruch, das ist Millennial!
00:01:45: Natürlich sind Generationsbegriffe immer nur grobe Schubladen.
00:01:49: Nicht jeder Mensch aus einer Altersgruppe ist gleich aber ein bisschen Spaß darf man damit haben oder?
00:01:56: Und ich habe das Gefühl dass gerade Millennials oft irgendwo zwischen zwei Welten hängen.
00:02:02: Wir sind noch ohne Smartphone aufgewachsen, wir mussten früher wirklich klingeln wenn wir wissen wollten ob jemand zu Hause ist.
00:02:09: Einfach an einer echten Haustür ohne vorher eine Nachricht zu schreiben völlig wild oder?
00:02:15: Wir haben draußen gespielt und mussten irgendwann nachhause kommen wenn die Straßenlatern angehen.
00:02:20: Wir hatten Kassetten!
00:02:21: Wir mussten Lieder aus dem Radio aufnehmen dabei hoffen dass der Moderator nicht mitten ins Ende hinein redet was er natürlich immer getan hat.
00:02:30: Ich bin bis heute davon überzeugt, dass Radiomoderatoren damals persönlich verhindern wollten das wir ein Lied vollständig besitzen.
00:02:38: Wir hatten CDs, Discman, Gameboy und später plötzlich das Internet.
00:02:44: Das Internet war damals allerdings kein Ort an dem man mal eben etwas nachschlug.
00:02:49: Das Internet war ein Ereignis.
00:02:52: Man setzt sich an den Familiencomputer, man wartet bis dieses Geräusch kam.
00:02:57: das klang als würde ein Roboter in einer Telefonleitung sterben und dann rief garantiert jemand aus dem anderen Zimmern Geh aus dem Internet!
00:03:07: Ich muss telefonieren.
00:03:10: Die Generation nach uns kann sich das wahrscheinlich überhaupt nicht vorstellen.
00:03:14: Internet- und Telefon konnten nicht gleichzeitig existieren.
00:03:18: Wir mussten uns entscheiden, wollten wir was wissen oder Oma anrufen.
00:03:22: Beides zusammen ging nicht.
00:03:24: Vielleicht sind Millennials deshalb so merkwürdig anpassungsfähig?
00:03:28: Wir kennen eine Welt ohne ständige Erreichbarkeit und wir leben heute trotzdem mit Smartphones, Streamingdiensten, sozialen Medien und ungefähr sieben Apps die uns daran erinnert dass wir uns mehr bewegen, mehr trinken oder früher schlafen sollten.
00:03:44: Ich ignoriere alle drei Hinweise sehr zuverlässig.
00:03:47: Die Generation X war da oft schon ein Stück älter.
00:03:52: Viele aus dieser Generation wurden anders groß, selbstständiger vielleicht und manchmal auch härter erzogen.
00:03:59: Gefühle wurden nicht unbedingt bei jeder Gelegenheit gemeinsam ausführlich analysiert.
00:04:04: Bei uns Millennials hingegen wird alles analysiert – wirklich alles!
00:04:09: Wir sprechen über Kindheit, über Bindungsmuster, über innere Kinder.
00:04:13: Über Grenzen, über Redflex, über Greenflex... ...über Menschen die emotional nicht verfügbar sind und manchmal analysieren wir ein Gespräch so lange bis keiner mehr weiß worum es ursprünglich ging.
00:04:26: Jemand sagt der Kaffee ist leer und wir fragen uns war das eine neutrale Information?
00:04:32: Ein Vorwurf?
00:04:33: Eine indirekte Bitte!
00:04:34: Übernimmt diese Person zu wenig emotionale Verantwortung für ihren eigenen Getränkebedürfnis?
00:04:41: Oder muss einfach jemand neuen Kaffee kochen, meistens Letzteres.
00:04:44: Aber sicher kann man sich nie sein!
00:04:47: Ich glaube darin liegt manchmal auch der Unterschied zwischen den Generationen.
00:04:50: Generation X sagt eher – dann mach halt!
00:04:53: Millennials sagen.
00:04:55: ich möchte kurz verstehen warum mich dieser Aufforderung gerade emotional unter Druck setzt und Gen Z Hat die Gespräch hat das Gespräch inzwischen gefilmt, in drei Teile geschnitten und erklärt auf TikTok warum wir beide so toxisch sind.
00:05:09: Natürlich übertreibe ich ein bisschen aber was ich wirklich spannend finde ist dieses Gefühl dass Melania jetzt nicht so altern wie wir von es schon... Entschuldigung!
00:05:23: Was ich aber wirklich spannend finde ist dieses Gefühl dass Melanie jetzt nicht zu altern von früheren Erwachsenen erwartet haben.
00:05:32: Mit fünfunddreißig fühle ich mich nicht wie der Erwachsende, die ich mit fünfund dreißig kannte als ich noch ein Kind war.
00:05:39: Die wirkten fertig!
00:05:41: Nicht im Sinne von erschöpft wobei wahrscheinlich auch das aber sondern fertig entwickelt Als hätte sie eine Antwort auf alles.
00:05:51: Sie trugen vernünftige Jacken und wussten wie Versicherung funktionieren.
00:05:55: Sie hatten passende Schüsseln mit passenden Deckeln.
00:05:59: Ich bin fünfunddreißig und meine Schüsseln führen seit Jahren eine Fernbeziehung mit ihren Deckeln.
00:06:04: Nichts passt zusammen, ich weiß nicht wo sie hingehen.
00:06:07: Vielleicht gibt es nachts eine geheime Party in meinem Kühlschrank?
00:06:11: Dasselbe gilt für Socken!
00:06:13: Ich kann Bücher veröffentlichen, ich kann ein Podcast beschreiben... betreiben.
00:06:17: Ich kann einen Haushalt mit sechs Personen organisieren aber ich bin nicht in der Lage dauerhaft passende Socken und Deckel zu besitzen.
00:06:25: Jeder Mensch hat seine Grenzen
00:06:27: oder?!
00:06:28: Vielleicht altern wir nicht weniger.
00:06:30: Vielleicht sieht Erwachsensein heute einfach anders aus.
00:06:33: Früher gab es dieses Bild, dass man ab einem bestimmten Alter bestimmte Dinge nicht mehr macht.
00:06:38: Man trägt bestimmte Kleidung nicht mehr.
00:06:40: Man hört bestimmte Musik nicht mehr!
00:06:42: Man spielt keine Videospiele.
00:06:44: Man sammelt keine Figuren.
00:06:46: Man schaut sich keine Zeichentrickserien an.
00:06:49: Man färbt sich seine Haare nicht in merkwürdigen Farben.
00:06:52: Man verhält sich eben seinem Alter entsprechend.
00:06:55: Aber was bedeutet das eigentlich?
00:06:58: Muss ich mit thirty-fünf aufhören, mich über Fantasy zu freuen?
00:07:02: Muss Sascha seine Warhammer Figuren abgeben und stattdessen Briefmarken sammeln?
00:07:07: Wobei Warhammer wahrscheinlich teurer ist als sehr viele Briefmarkensammlungen.
00:07:12: Aber das ist ein anderes Thema!
00:07:14: Muss ich jetzt aufhör Musik lautzuhören weil ich Kinder habe?
00:07:17: Muss sich anfangen ausschließlich beigefarbene Kleidung zu tragen und mich über Gartensfreunde zu unterhalten?
00:07:25: Ich hab nicht mal einen interessanten Garden Zone.
00:07:28: Aber was soll ich denn machen?
00:07:30: Ich glaube unsere Generation hat an vielen Stellen einfach entschieden, nein!
00:07:35: Wir machen weiter die Dinge, die uns Freude machen.
00:07:38: Wir schauen Disney-Filme auch ohne Kinder!
00:07:41: Wir lesen Fantasybücher – wir kaufen uns Dinge, wie wir uns als Kinder gewünscht hätten.
00:07:46: Wir gehen noch auf Konzerte, wir tragen Bandshirts und wir haben Tattoos.
00:07:51: Wir machen alberne Videos.
00:07:52: Wir sind gleichzeitig Eltern, Ehepartner, Arbeitnehmer, Selbstständige und Menschen mit Verantwortung.
00:07:58: Man kann meine Steuererklärung machen und sich danach über ein neues Kuscheltier
00:08:03: freuen.".
00:08:04: Das eine hebt das andere nicht auf.
00:08:06: Vielleicht stört genau, dass manche Menschen aus älteren Generationen – Nicht alle!
00:08:12: Aber manche.
00:08:13: Weil sie gelernt haben, dass Erwachsensein auch Verzicht bedeutet.
00:08:17: Dass man irgendwann ernst werden muss.
00:08:21: Dass bestimmte Seiten von sich ablegt.
00:08:24: und dann kommen Millenniers um die Ecke und sagen «Nein danke ich behalte meine Geschichten, meine Musik, meine Spiele und meinen schwarzen Kapuzenpolower».
00:08:32: Wir übernehmen Verantwortung, aber wir weigern uns dabei so zu tun als würde uns nichts mehr begeistern.
00:08:39: Und ehrlich gesagt finde ich das ziemlich schön!
00:08:42: Denn warum sollte Freude ein Ablaufdatum haben?
00:08:45: Warum sollte Fantasie etwas sein, dass nur Kindern
00:08:48: gehört?!
00:08:49: Ich schreibe Bücher über Götter, andere Welten, Schattenwesen und einem Husky mit sehr blauen Augen – Das ist mein Beruf!
00:08:56: oder zumindest ein Teil davon.
00:08:58: Ich kann schlecht.
00:08:59: gleichzeitig behauptende Fantasie wäre ab einem bestimmten Alter unangemessen, dann wäre ich arbeitslos und Ellie wäre vermutlich sehr beleidigt.
00:09:08: Natürlich hat unsere Generation auch ihre Probleme.
00:09:11: Wir machen aus allem einen Persönlichkeits-Test.
00:09:14: wir glauben manchmal ein hübscher Planer würde unser komplettes Leben verändern.
00:09:18: Wir kaufen den Planer!
00:09:19: Wir benutzen ihn drei Tage Und dann liegt er neben den anderen Planern die ebenfalls unser Leben nicht gerettet haben.
00:09:26: Wir haben tausend Möglichkeiten und sind davon regelmäßig überfordert.
00:09:31: Wir können gleichzeitig fünf Serien anfangen, und keine davon beenden!
00:09:35: Wir speichern Rezepte die wir nie kochen – wir machen Screenshots von Dingen, die wir noch nie anschauen.
00:09:41: Mein Handy ist im Grunde ein digitales Archiv meiner guten Absichten.
00:09:46: Da liegen Rezepten, Buchtipps, Sportübungen, Organisations-Tipps und irgendwo vermutlich auch ein Bild einer Zimmerpflanze, die ich eigentlich kaufen wollte….
00:09:56: Spoiler Alarm, ich habe sie nie gekauft.
00:09:59: Vielleicht hat sie dadurch überlebt?
00:10:01: Wir Millennials sind außerdem Meister darin Humor als Bewertigungsstrategie zu benutzen.
00:10:07: Das Leben ist schwierig.
00:10:09: Meme Der Rücken tut weh.
00:10:11: Meme Man weiß nicht wie man die Rechnung bezahlen soll.
00:10:15: vielleicht kein Meme Aber trotzdem schicken wir trotzdem eins.
00:10:19: Wir lachen über unsere Erschöpfung, unsere Kindheit, unsere kaputten Knie und darüber dass wir uns innerlich wie Fünfundzwanzig führen bis sie versuchen vom Boden aufzustehen.
00:10:29: Dann sind wir plötzlich viel in siebzig!
00:10:32: Ich kann mich ohne Probleme auf dem Boden setzen.
00:10:35: das Ausstehen ist inzwischen eine Veranstaltung mit Vorbereitung mit Geräuschen Vielleicht mit einer kurzen Risikoanalyse und trotzdem denke ich nicht, Ich bin alt.
00:10:45: Ich denke eher der Boden war heute ungewöhnlich tief.
00:10:50: Man muss freundlich mit sich bleiben.
00:10:52: Was mich manchmal ärgert ist dieser Vorwurf Millenials wollen nicht erwachsen werden.
00:10:58: Ich glaube nicht, dass das stimmt.
00:10:59: Wir sind längst erwachsen!
00:11:01: Viele von uns tragen enorm viel Verantwortung – Familie, Arbeit, Pflege, psychische Belastung, finanzielle Unsicherheiten und diesen ganz normalen Alltag bei dem jeden Tag irgendetwas repariert, bezahlt, organisiert oder gesucht werden muss.
00:11:18: Wir sehen nur nicht unbedingt so aus wie frühere Generation sich Erwachsene vorgestellt
00:11:24: haben.".
00:11:24: Vielleicht tragen wir Tonschuhe statt vernünftige Lederschuhe.
00:11:28: Vielleicht dammen wir Bücher, Figuren und Merch.
00:11:31: Vielleicht schauen wir uns am Wochenende Serien an die uns an unsere Jugend erinnern.
00:11:37: aber das heißt nicht dass wir keine Verantwortung übernehmen.
00:11:40: es heißt nur dass wir uns selbst nicht dabei vollständig aufgeben möchten.
00:11:45: Und vielleicht reden wir offener darüber als Erwachsen sein.
00:11:48: manchmal eine einzige Improvisation Das erwachsen sei manchmal einer einzigen Improvisation ist.
00:11:55: Unsere Eltern wirkten, als hätten sie alles gewusst.
00:11:58: Wir sagen unseren Kindern eher keine Ahnung!
00:12:01: Wir finden das heraus und ich glaube gar nicht dass es schlecht ist.
00:12:05: Es ist ehrlich.
00:12:06: Ich weiß nicht immer was richtig ist.
00:12:08: Ich weiss nicht immer wie man die perfekte Mutter, Ehefrau oder Autorin isst.
00:12:13: Ich weiß manchmal nicht einmal was wir abends essen aber ich versuche es Und wenn es nicht funktioniert versuche ich irgendwas anderes zu machen.
00:12:22: Vielleicht ist das Erwachsensein Nicht alles zu wissen, sondern Verantwortung zu übernehmen dass man es trotzdem versucht.
00:12:29: Natürlich gibt es auch diesen Konflikt zwischen Generationen.
00:12:33: die älteren schauen auf uns und sagen wir haben früher einfach gemacht.
00:12:37: Wir sagen ja und vielleicht sollten wir darüber sprechen wie es euch damit ging.
00:12:42: Dann rollen beide Seiten mit den Augen.
00:12:44: Die einen denken wir seien zu empfindlich Wir denken sie hätten ihre Gefühle in einem Keller eingestoßen Und den Schlüssel weggeworfen.
00:12:53: Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.
00:12:56: Nicht jedes unangenehme Gefühl ist ein Trauma, aber nicht alles muss einfach heruntergeschluckt werden!
00:13:02: Nicht jede Grenze ist egoistisch, aber nicht jeder Mensch der anderer Meinung ist, ist automatisch toxisch.
00:13:09: Da dürfen wir millennials uns ruhig auch selbst ein bisschen auf die Schippe nehmen!
00:13:13: Wir haben viele wichtige Gespräche angestoßen über psychische Gesundheit, Über Erziehung, Über Beziehungen, Über Grenzen Aber manchmal benötigen wir für eine einfache Meinungsverschiedenheit auch direkt ein komplettes Fachvokabular.
00:13:29: Vielleicht könnte man gelegentlich einfach sagen ich fand das blöd Das reicht!
00:13:33: Keine Diagnose, keine Powerpoint-Präsentation.
00:13:36: Nur das war blöd.
00:13:38: Ich glaube Generationen können sowieso viel mehr voneinander lernen wenn sie weniger damit beschäftigt werden sich gegenseitig zu erklären warum die jeweils andere das falsch machen.
00:13:50: hat eine unglaubliche Fähigkeit, Dinge pragmatisch anzupacken.
00:13:54: Sie haben oft gelernt selbstständig zu sein Lösungen zu finden und nicht bei jedem Problem zusammenzubrechen.
00:14:00: Millennials haben dafür gelernt öfter zu fragen was ein Problem innerlich mit uns macht.
00:14:05: Wir möchten Dinge nicht nur überleben wir möchten sie verstehen manchmal zu ausführlich aber grundsätzlich ist das doch keine schlechte Mischung.
00:14:13: die einen sagen wir bekommen das hin und die anderen sagen unter nach reden wir drüber Perfekt!
00:14:19: Aufgaben, Verteilungen geklärt.
00:14:21: Und warum fühlen sich manche von uns nun jünger als wir eigentlich sind?
00:14:24: Vielleicht weil sich die Vorstellung vom Erwachsenen seinen verändert hat?
00:14:29: Vielleicht Weil wir Hobbys nicht mehr automatisch ablegen?
00:14:33: Vielleicht bei Popkultur, Internet und soziale Medien und ständig mit Dingen aus unserer Jugend verbindet?
00:14:39: Oder vielleicht fühlt es sich einfach jede Generation im eigenen Kopf jünger, als sie von außen aussieht.
00:14:46: Ich kann mir gut vorstellen dass frühere Generationen mit thirty-fünf ebenfalls nicht morgens aufgewachtend und gedacht haben, aha wunderbar!
00:14:54: ich bin nun vollständig erwachsen und werde ab heute nur noch seriöse Dinge tun.
00:14:59: Vielleicht haben Sie es nur weniger öffentlich erzählt.
00:15:02: Wir erzählen alles, manchmal viel zu viel!
00:15:05: Hallo ich habe ein Podcast... Ich bin also Teil des Problems aber ich finde es beruhigend zu wissen dass man nicht irgendwann eine völlig andere Person werden muss.
00:15:15: Ich bin immer noch ich nur mit mehr Erfahrungen, mit mehr Verantwortung, mehr Geschichten und leider weniger belastbaren Bandscheiben.
00:15:25: Ich darf mich über diese Dinge freuen wie früher.
00:15:27: Ich darf albern sein, ich darf laut Musik hören und ich darf Fantasy lieben.
00:15:32: Ich darf mich schminken und kleiden und verhalten wie es zu mir passt.
00:15:36: Solange ich meine Rechnungen bezahle, meine Kinderversorgung und niemanden absichtlich nerfe sehe ich kein
00:15:43: Problem.".
00:15:44: Wobei das mit dem absichtlichen Nerven in... einer Ehe natürlich gelegentlich Auslegungssache ist.
00:15:50: Sascha würde vermutlich behaupten, ich stelle manche Fragen bewusst genau dann wenn er gerade etwas im Fernsehen sehen möchte.
00:15:57: Das ist nicht wahr!
00:15:58: Ich habe nur zufällig immer sehr wichtige
00:16:01: Gedanken.".
00:16:02: Vielleicht stören Millennials also nicht deshalb, weil wir nicht altern.
00:16:06: Vielleicht stören wir manche Menschen, weil sie sichtbar anders altern.
00:16:10: Wir verstecken unsere Interessen nicht!
00:16:12: Wir machen Witze über unser Alter.
00:16:14: Wir sprechen über Überforderung.
00:16:16: Wir weigern uns häufiger Dinge nur deshalb zu tun, weil man das eben so macht und wir fragen warum eigentlich?
00:16:24: Diese Frage kann anstrengend sein, vor allem für Menschen die nie die Möglichkeit hatten sie zu stellen.
00:16:30: Vielleicht ist es deshalb ein bisschen Verständnis in beide Richtungen wichtig?
00:16:34: Die Generation vor uns hatte andere Bedingungen, andere Erwartungen und Möglichkeiten.
00:16:40: Wir müssen ihnen ihren Weg nicht abwerten um unsere anders zu gestalten.
00:16:46: Und Sie müssen unseren Weg nicht verstehen und anerzuerkennen, dass wir ebenfalls erwachsen sind – selbst wenn wir Bandshirts tragen!
00:16:54: Und Disney schauen, selbst wenn Wir immer noch nicht genau wissen wie Versicherungen funktionieren, wobei man das vielleicht irgendwann wirklich lernen sollte.
00:17:05: Vielleicht ist die eigentliche Erkenntnis dieser Folge also wie Millennials all dann sehr wohl?
00:17:12: Wir machen es nur anders als wir es früher beobachtet haben.
00:17:16: Wir werden, ähter – aber nicht automatisch langweiliger.
00:17:19: Wir übernehmen Verantwortung oder jede kindliche Freude abzugeben!
00:17:24: Wir tragen unsere Vergangenheit mit uns, reden sehr viel darüber und machen anschließend unseren Miem daraus.
00:17:30: Und ganz ehrlich?
00:17:31: Ich kann damit leben.
00:17:33: Ich bin fünfundreißig, ich habe drei Kinder Bücher ein Podcast und einen vollen Haushalt und Rückenschmerzen wenn ich falsch schlafe!
00:17:41: Ich bin eindeutig erwachsen.
00:17:43: dass sich mich dabei manchmal noch wie fünfundzwanzig fühle ist kein Fehler.
00:17:47: es ist vielleicht einfach nur Teil von mir der sich weigert Freude und Neugier mit dem Alter abzugeben Und den möchte ich gerne behalten.
00:17:57: Falls ihr zu Generation X gehört und diese Folge hört, ich mag euch trotzdem!
00:18:03: Wirklich?
00:18:03: Ihr dürft jetzt gerne sagen dass ihr früher härter wart, keine Fahrradhelmer hattet und eure Eltern oft nicht wussten wo ihr den ganzen Tag steckt.
00:18:12: Wie Millennials hören
00:18:13: zu?!
00:18:14: Und danach erklären wir euch welche Auswirkungen das möglicherweise auf euren Bindungsstil hatte.
00:18:19: Nur ein kleiner Spaß.
00:18:21: Meistens... Danke, dass ihr heute wieder zugehört habt.
00:18:25: Mich würde wirklich interessieren, zu welcher Generation ihr gehört und ob ihr euch so alt fühlt wie ihr auf dem Papier steht.
00:18:32: oder steht die ebenfalls morgen auf schaut kurz auf euer Geburts her und denkt das kann nicht stimmen!
00:18:38: Ich war doch gerade erst zwanzig!
00:18:41: Passt gut auf euch auf bleibt neugierig, bleibt ein bisschen albern und lasst euch nicht erzählen, dass Freude irgendwann unangemessen wird.
00:18:49: Wir hören uns in der nächsten Folge Von aus versehen Autoren.